Die Archi­tektur

Eine denkmalgeschützte Villa von 1928 und ein quader­förmiger Neu­bau von Architekt Ernesto Preiser (Architek­turbüro Preiser, Waldshut). Das sind die beiden Baukörper, die das neue KD.HAUS sowie zwei Wohn­einheiten beherbergen. Alt und Neu stehen an steiler Hang­lage oberhalb von Walds­hut, doch über eine Treppe nur wenige Geh­minuten vom Stadt­zentrum entfernt. Die sich ergän­zenden Bau­ten sind gestalter­isch streng getrennt, sodass der geschützte Bestand eindeutig von Ergänz­ungsbau unter­schieden werden kann.

New Work Space

Das Raumnutzungskonzept stammt aus einem agilen partizipativen Prozess. Wir analysierten die Tagesabläufe der Mitarbeiter*innen bei K&D. Schauten uns andere Büros an. Sammelten Ideen, Moods und Funktionsprinzipien. Die gemeinsam entwickelte Raumaufteilung und die Farb- und Designvorschläge wurden dann vom Interiordesign-Team in der Detailplanung umgesetzt.

Die Raum­gestal­tung

Das KD.HAUS hat seine Wurzeln im Unter­nehmen Kommunikation & Design. Das verrät nicht nur der Name ganz eindeutig. Auch in der Gestal­tung hat der Stil von K&D seine Spuren hinterlassen. Skandi­navischer Moder­nismus war nicht das Erste, was uns eingefallen ist. Aber etwas, das uns schon sehr lange begleitet. Ins­besondere von den Möbelentwürfen des dänischen Architekten Arne Jacobsen standen einige schon immer in unserer Ein­richtung. Bei­spiels­weise ein knall­orangener Schwan-Sessel. Genauso begleitet uns ein gewisser Prag­matismus. So war es eine prag­matische wie nach­haltige Entschei­dung, viele der Möbel wiederzuverwenden, nur eben in einem neuen Kontext.

Da die Gestaltung der Räume stark durch Ihre Funktion bestimmt wird, ist sie schlicht, aber dennoch wohnlich gehalten. Weder Ultraminimalismus noch dekorativer Überschwang. Das Farbkonzept unterscheidet klar zwischen formellen Arbeitsbereichen und eher informellen Räumen. Arbeitsbereiche sind nahezu farblos in Holz, Grau- und Weißnuancen gehalten. Die skandinavischen Klassiker werden durch zeitgenössische und internationale Entwürfe ergänzt. 

Die Haus­schrift

Arne Jacobsen entwarf das 1941 eröffnete Rat­haus von Aarhus. Für das Leit­system im Gebäude gestaltete er ein Alphabet. Diese Schrift bietet ein dänischer Her­steller als Steck­system an. Was liegt näher für ein agil genutztes Gebäude als ver­änder­bare Hinweis­schilder. »Always beta« im Raum­konzept. Inspiriert von Jacobsens Buch­staben haben wir dann unsere eigene Haus­schrift entwickelt. Wir haben den Grund­charakter erhalten, die Schrift jedoch in der Detail­typografie angepasst und für den digitalen Einsatz vorbereitet. Die KD.Aarhus kommt überall dort zum Einsatz, wo keine Originale verfügbar sind. Beispiels­weise auch auf dieser Website.